Teil 3 unserer Miniserie über den Entstehungsprozess und die Erkenntnissen einer Doktorarbeit über interreligiöse Kommunikation anhand des Drei-Religionen-Kita-Haus-Projekts von Silke Radosh-Hinder:
Zwei Dinge waren von Anfang auffällig in den interreligiösen Gesprächen, die wir geführt haben: 1. Die Gespräche wurden kontinuierlich von Lachen begleitet und 2. fanden sich in jedem Gespräch lange Phasen von Alltagskommunikation, also solcher Gespräche, bei denen die Beteiligten sich über alltägliche Erlebnisse berichten, die aber mit dem „eigentlichen Thema“ (dem Bau einer Drei-Religionen-Kita) zunächst nichts zu tun hatten. Nach der abschätzigen Bemerkung eines Kollegen an der Universität, dass die Kita mit so einem Gesprächsstil, also dem „Plaudern“, ja sicher nichts werden könne, wollte ich es dann genau wissen, warum diese Phasen des „Smalltalks“ vielleicht doch gerade wichtig für die Verhandlungen waren.
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