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3 interessante Fakten über … Religionszugehörigkeit in Deutschland

Wir setzen unsere Reihe mit 3 interessanten Fakten über Themen aus dem Umfeld des Drei-Religionen-Kita-Haus fort. In diesem Beitrag geht es um Religionszugehörigkeit in Deutschland.

27% der Gesamtbevölkerung in Deutschland sind Katholiken, 26% Protestanten. Zuzüglich der Angehörigen anderer christlicher Gemeinschaften betrug 2019 der Anteil der Christen 55%.

Zwischen 6,3 und 6,7% der Gesamtbevölkerung in Deutschland sind Muslime. Man kann den Anteil der Muslime in Deutschland nicht exakt angeben und legt hier die Zahl der Menschen, die aus dem islamischen Kulturraum zugewandert sind, zugrunde. Wahrscheinlich ist die Zahl der praktizierenden Muslime geringer.

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Was habe ich herausgefunden?

Teil 3 unserer Miniserie über den Entstehungsprozess und die Erkenntnissen einer Doktorarbeit über interreligiöse Kommunikation anhand des Drei-Religionen-Kita-Haus-Projekts von Silke Radosh-Hinder:

Zwei Dinge waren von Anfang auffällig in den interreligiösen Gesprächen, die wir geführt haben: 1. Die Gespräche wurden kontinuierlich von Lachen begleitet und 2. fanden sich in jedem Gespräch lange Phasen von Alltagskommunikation, also solcher Gespräche, bei denen die Beteiligten sich über alltägliche Erlebnisse berichten, die aber mit dem „eigentlichen Thema“ (dem Bau einer Drei-Religionen-Kita) zunächst nichts zu tun hatten. Nach der abschätzigen Bemerkung eines Kollegen an der Universität, dass die Kita mit so einem Gesprächsstil, also dem „Plaudern“, ja sicher nichts werden könne, wollte ich es dann genau wissen, warum diese Phasen des „Smalltalks“ vielleicht doch gerade wichtig für die Verhandlungen waren.

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Wie funktioniert interreligiöse Kommunikation?

Teil 2 unserer Miniserie über den Entstehungsprozess und die Erkenntnissen einer Doktorarbeit über das Drei-Religionen-Kita-Haus-Projekt von Silke Radosh-Hinder:

Viel Vertrauen der Beteiligten

Die Beteiligten der Initiative haben sich auf dieses mutige Projekt mit sehr viel Vertrauen eingelassen. Ich konnte dafür von Ende 2015 bis 2019 die Verhandlungsgespräche der Beteiligten aufnehmen, transkribieren (also aufschreiben) und analysieren. Das erforderte von allen sehr viel Vertrauen in meine Forschungsarbeit, denn am Anfang wussten wir alle noch nicht so ganz genau, worauf wir uns da einlassen würden. Zunächst war es wohl die Faszination für das Besondere und die schlichte Neugierde darauf, was das Besondere sein könnte, was in den Gesprächen zwar wahrzunehmen, aber nur schwer zu benennen war. Und es ging auch darum, die Chance zu nutzen, einen solchen einmaligen Prozess wissenschaftlich zu begleiten: Der Entwicklungsprozess für dieses bislang einmalige und visionäre Projekt sollte diese wissenschaftliche Mühe allemal wert sein.

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3 interessante Fakten über … Kitas in Berlin

Im Jahr 2020 gab es 2.663 Kindertagesbetreuungseinrichtungen in Berlin, davon 11% in öffentlicher Trägerschaft und 89% in freier Trägerschaft.

39036 Menschen arbeiten in der Kindertagesbetreuung. Der Personalschlüssel für Kinder unter 3 Jahren beträgt 1:5,2 (Verhältnis von Betreuungsperson zu Anzahl der betreuten Kinder). Der Personalschlüsse für Kinder von 3 Jahren bis Schuleintritt beträgt 1:7,9.

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Interreligiöse Kommunikation aus wissenschaftlicher Perspektive

Teil 1 einer Miniserie über den Entstehungsprozess und die Erkenntnissen einer Doktorarbeit über das Drei-Religionen-Kita-Haus-Projekt von Silke Radosh-Hinder:

Der Beginn des Forschungsprojektes: „Konstruierte Gleichheiten. Eine Fallstudie zu interreligiöser Kommunikation im urbanen Raum“

Das Projekt des Drei-Religionen-Kitahauses wurde bereits jetzt – während der Phase der Entwicklung – Gegenstand meiner wissenschaftlichen Untersuchung. Ein solches Projekt gab es bislang noch nicht – zumindest nicht in Deutschland und so waren bereits die Verhandlungen zu diesem Projekt von besonderem Interesse.

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Stand der Dinge

Schon vor mehr als fünf Jahren hatten die Rabbinerin Gesa Ederberg und die Leiterin einer muslimischen Kita Iman Andrea Reimann die Idee, eine Drei-Religionen-Kita zu gründen.
Kurze Zeit später stieß auch die Vorsitzende des Evangelischen Kitaverbandes Berlin Mitte-Nord, Kathrin Janert, und die Stellvertretende Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Berlin Stadtmitte, Pfarrerin Silke Radosh-Hinder, hinzu, und die Idee wurde zur Vision:
Ein Drei-Religionen-Kitahaus soll entstehen, unter dessen Dach die Kinder einer jüdische, einer muslimische und einer evangelische Kita gemeinsam leben, lernen und spielen werden.
In einem gemeinsamen Haus, das Platz für drei eigenständige Einrichtungen mit je 45 Kindern bietet, soll eine neue Form des Zusammenlebens gestaltet werden.

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Bericht vom Interreligiösen Workshop im Dezember 2020

Der interreligiöse Workshop moderiert von Gerhild Vollherbst, bot ein überaus vielseitiges Programm, rund um das Projekt des Drei-Religionen-Kita-Hauses und die Leitfrage, wie die Öffentlichkeit mit diesem Projekt erreicht werden kann. Um die Stimmung etwas anzuregen, gab es zu Beginn eine muntere Einführung von Rabbinerin Gesa Ederberg und Katrin Janert und im Anschluss hieran die Begrüßung der Moderatorin.

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Kinder sollen in eine Kultur der Offenheit und Akzeptanz hineinwachsen

Weshalb die Entwicklungspsychologin Prof. Dr. Heidi Keller die Drei-Religionen-Kita für ein vielversprechendes Projekt hält

Damit Vorurteile gar nicht erst entstehen, brauchen Kinder Wissen und noch besser, persönliche Erfahrungen von früh an. Wo unterschiedliche Menschen sich kennenlernen, wo sie ihre Lebensgestaltung als selbstverständlich erleben, ja, miteinander befreundet sind, da können Vorurteile und Stereotypen gar nicht erst greifen, selbst dann, wenn der Zeitgeist und Populismus dazu einladen.

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