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Aktuell

Pressemitteilung

Bundesweit einmalig: Eine Kita für Kinder aus drei Religionen entsteht in Berlin-Friedrichshain

Berlin, den 25. Januar 2022

Im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg entsteht ab 2023 das Drei-Religionen-Kita-Haus. Das Gebäude wird auf einem Grundstück der Evangelischen St. Markus-Gemeinde in der Marchlewskistraße 40 nach Entwürfen des Berliner Architekturbüros Stark&Stilb errichtet.

Standort in vielfältiger Nachbarschaft

„Wir freuen uns, einen Ort in so guter Lage innerhalb einer bunten und lebendigen Nachbarschaft gefunden zu haben. Mit der Gemeinde St. Markus haben wir einen starken und aufgeschlossenen Partner an unserer Seite. Auch aus dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg erhalten wir großartige Unterstützung für unser Projekt.“ sagt Pfarrerin Silke-Radosh-Hinder, eine der vier Initiatorinnen des Drei-Religionen-Kita-Hauses.

Nach längerer Planungszeit kommt das interreligiöse Bauprojekt mit der Standortfindung einen großen Schritt voran. „Die erste Idee zu einem Drei-Religionen-Kita-Haus entstand bereits Ende 2014 am Randes eines Treffens des Berliner Forums der Religionen.“, so Rabbinerin Gesa Ederberg. „Die Suche nach einem geeigneten Standort hat einige Zeit in Anspruch genommen. Aber wir glauben an unsere Idee und arbeiten mit Geduld, Flexibilität und Ideenreichtum an ihrer Realisierung.“

Ein Ort des Lernens und Zusammenkommens

Der Entwurf für das Drei-Religionen-Kita-Haus kommt von dem Berliner Architekturbüro Stark&Stilb. Das neue viergeschossige Gebäude ist für 135 Betreuungsplätze konzipiert. Es sieht jeweils eine muslimische, eine jüdische und eine christliche Kita auf drei Etagen sowie Begegnungsflächen im Erdgeschoss vor. Hier können auch größere Veranstaltungen mit bis zum 200 Personen stattfinden, wie z.B. Vortragsveranstaltungen, Kinovorführungen und kulturelle Angebote im Kiez. Ergänzt wird das Drei-Religionen-Kita-Haus durch eine Bibliothek mit Seminarräumen im Untergeschoss. Darüber hinaus wird ein „Raum der Stille“ eingerichtet, der allen Mitarbeitern und Gästen für Momente der Ruhe und des Gebetes zur Verfügung steht.

„Neben der wunderschönen Schmuckfassade überzeugen uns an dem Entwurf vor allem die Pläne für das Begegnungszentrum. Hier soll gemeinschaftliches Feiern, Spielen und Lernen, Kochen und Essen den Kitaalltag sinnvoll ergänzen. Hier wird das kommunikative Zentrum des Kitagebäudes entstehen.“, sagt Kathrin Janert, Vorständin des Evangelischen Kirchenkreisverbandes für Kindertageseinrichtungen Berlin Mitte-Nord.

Berlin als Stadt der Vielfalt braucht interreligiösen Dialog, Pluralismus- und Demokratiebildung im frühen Kindesalter

„Unsere Idee spricht gleich mehrere Zukunftsthemen an“, so Iman Andrea Reimann, Leiterin des Deutschen Muslimischen Zentrums. „Der Bedarf an Kitaplätzen ist enorm. Wir wollen mit unserem Haus Kitaplätze für Berlin schaffen. Wir wollen mit unserem pädagogischen Konzept Kinder in ihren eigenen Traditionen stark machen und zugleich für ein Aufeinanderzugehen in einer vielfältigen Gesellschaft befähigen. Und wir wollen als Modellprojekt gemeinsam mit Pädagog:innen und Wissenschaftler:innen die Kompetenzen erarbeiten, die dazu auf Seiten der Erzieher:innen notwendig sind.“

Pfarrer Matthias Lohenner von der Evangelischen St. Markus-Gemeinde, auf deren Grundstück das Drei-Religionen-Kita-Haus entstehen wird, unterstreicht den Modellcharakter:

„Das Projekt fasziniert mich schon seit langem. Da bringen Menschen das, was für sie elementar wichtig ist, ihren Glauben, in einen gemeinsamen Aushandlungsprozess ein, oder anders: Sie besprechen Nicht-Verhandelbares in Verhandlungen. Dass das geht, macht Mut für das Miteinander der Religionen in dieser Stadt. Und es ist toll, wenn unsere Gemeinde einen Beitrag zu diesem Projekt leisten kann.“

Das Drei-Religionen-Kita-Haus wird mit einer jüdischen, einer christlichen und einer muslimischen Kita unter einem Dach einen Lernort schaffen, in dem das Zusammenleben der verschiedenen Religionen von frühester Kindheit an gelebt und gestaltet wird. Mit diesem Modellprojekt entstehen nicht nur neue Kitaplätze für Berlin, wir setzen uns auch ein für ein friedliches Miteinander der Religionen und Kulturen in einer vielfältigen Gesellschaft.

Das Konzept ist in dieser Form bundesweit einmalig. Der neue Berliner Senat hat das Drei-Religionen-Kita-Haus als beispielhaftes Projekt der religionsübergreifenden Verständigung im Koalitionsvertrag vom Dezember 2021 erwähnt: https://www.berlin.de/rbmskzl/regierende-buergermeisterin/senat/koalitionsvertrag/

Das Projekt wird getragen von Masorti – Verein zur Förderung der jüdischen Bildung und des jüdischen Lebens e.V., vom Evangelischen Kirchenkreisverband für Kindertageseinrichtungen Berlin Mitte-Nord und dem Deutschen Muslimischen Zentrum Berlin. Es soll finanziert werden aus dem Kitaausbauprogramm des Berliner Senats, aus Stiftungsgeldern und eignen Mitteln der Trägerorganisationen. Der Beginn des Baumaßnahmen ist für 2023 geplant. Bereits für Herbst 2022 können vorbereitende Maßnahmen starten Die Fertigstellung erfolgt voraussichtlich Mitte 2024.


Pressematerial

Auf Youtube finden Sie ein Video zur Idee zum zum Entstehungsprozess


Pressestimmen

Hier können Sie einige Pressestimmen rund um die Gründung des Drei-Religionen-Kita-Haus e.V. nachlesen:


Archiv

Presseeinladung

Berlin, den 14. Januar 2022

Bundesweit einmalig: Eine Kita für Kinder aus drei Religionen entsteht in Berlin-Friedrichshain
Digitale Pressekonferenz zur Bekanntgabe des Standortes und der Architekturpläne am 25. Januar 2022 um 11 Uhr

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Pressemitteilung: Gemeinsam für ein besseres Klima

Berlin, den 30.9.2021

House of One und Drei-Religionen-Kita-Haus machen in einem gemeinsamen Gottesdienst am 3. Oktober die Rolle der Religionen für den Erhalt der Schöpfung zum Thema