Antisemitismus in Kindertagesstätten – Fortbildung für Pädagog:innen am 25. Juni 2024

Antisemitismus in Kindertagesstätten ist eine vielschichtige Herausforderung, der noch zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Erfahrungen aus der Bildungsarbeit und der Beratung von betroffenen Familien weisen darauf hin, dass ein antisemitismus- und diskriminierungskritischer Blickwinkel auf die Einrichtungen frühkindlicher Bildung, der alle daran Beteiligten (Kita- und Trägerleitungen, Erzieher:innen, Eltern und Kinder) miteinschließt, dringend erforderlich ist.

Antisemitismus zeigt sich in der Kita nicht nur in Form institutioneller Ein- und Ausschlusspraktiken, sondern tritt auch als bewusst und unbewusst wirkendes Gewaltverhältnis zu Tage. In der Identitätsentwicklung jüdischer Kinder spielen diese frühen Lebensjahre, in denen sich erstmalig Fragen nach Repräsentation, Differenz, Zugehörigkeit und Sicherheit stellen, eine entscheidende Rolle.

Die Fortbildung bietet Fach- und Führungskräften von Kitas Impulse für eine antisemitismuskritischen Reflexion der bisherigen Arbeitsformen, mit dem Ziel die pädagogischen und institutionellen Rahmenbedingungen weiterzuentwickeln und Perspektiven der von Antisemitismus betroffenen Kinder und Familien in den Mittelpunkt zu stellen.

Mit:
Romina Wiegemann (Leitung Pädagogik und Bildungsprogramme, Kompetenzzentrum für antisemitismuskritische Bildung und Forschung) und
dem Gründerinnen-Team des Drei-Religionen-Kita-Hauses

Termin: 25. Juni 2024, 9 bis 14 Uhr

Anmeldung: per Email an kontakt@dreireligionenkitahaus.de (begrenzte Platzzahl)

In Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für antisemitismuskritische Bildung und Forschung.
Die Veranstaltung wird gefördert aus Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Das Bauprojekt Drei-Religionen-Kita-Haus wird gefördert aus Mitteln der Aktion Mensch.