Ziele und Konzept

Mit einer jüdischen, einer muslimischen und einer christlichen Kita unter einem Dach schaffen wir eine Umgebung, in der das Zusammenleben verschiedener Religionen und Kulturen in unserer bunten Stadt schon von frühester Kindheit an als Normalität gelebt und gemeinsam gestaltet wird.
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Unsere Ziele:

  • Im frühkindlichen Bildungsbereich einen Begegnungsort für Judentum, Christentum, Islam und für die unterschiedlichen Kulturen und Herkunftsländer schaffen.
  • Einen geschützten Raum bieten, in dem Kinder und Familien ihre religiöse und kulturelle Identität leben und entwickeln können und gleichzeitig in guter Nachbarschaft und respektvollem Gespräch anderen Religionen und Kulturen auf Augenhöhe begegnen.
  • Partikulare und universelle religiöse Werteerziehung exemplarisch gestalten, sodass von diesem Modell Impulse in den öffentlichen Diskurs gehen können.
  • Religiöse und und  kulturelle Vielfalt als Bereicherung erfahren und von früher Kindheit zur Teilhabe an der Gesellschaft und  an der Mitgestaltung des öffentlichen Raumes erziehen.
  • Genderbewusste Erziehung, Gleichberechtigung gerade auch im religiösen Bereich, Inklusion sowie die Freude an der bunten Vielfalt von Familienformen sind für uns Selbstverständlichkeit.

Pädagogisches Konzept

Auf der Grundlage des Berliner Bildungsprogramms vertreten die Kitas ihr jeweils eigenes (religions-)pädagogisches Konzept. Im Mittelpunkt der Kitas steht das Recht des Kindes auf Bildung und die bestmögliche Entfaltung seiner Persönlichkeit.

Unser Bildungsauftrag ist es, jedem Menschen das gleiche Recht auf die Teilhabe an der Gemeinschaft zu sichern, Kinder bei ihren Lernprozessen zu begleiten und ihre Lust am Lernen zu unterstützen sowie Werte des Zusammenlebens wie Gerechtigkeit, Aufrichtigkeit und Achtung vor dem Anderen zu vermitteln.

Unsere Aufgabe ist es, die Kinder in ihrem eigenverantwortlichen Handeln und Sein sowie in ihren Ich-, Sozial-, Sach- und lernmethodischen Kompetenzen zu stärken.

  • Das Kita-Jahr jeder Einrichtung wird von den jeweils eigenen (christlichen, jüdischen, muslimischen) Fest- und Feiertagen strukturiert. Durch die unterschiedlichen Kalender entstehen jedes Jahr andere Rhythmen der Gemeinsamkeit und Verschiedenheit.
  • Die pädagogische Arbeit jeder Kita orientiert sich, neben den jeweils eigenständig vertretenen methodischen Ansätzen, an den Prinzipien Interkultureller Pädagogik.
  • Eine wissenschaftliche Begleitung der Arbeit – besonders auch zur Entwicklung von didaktischen Materialien – durch Stiftungen und Universitätsinstitute (z.B. muslimische, jüdische, christliche Theologie, pädagogische Fachhochschulen) wird angestrebt.
  • Die Kooperation und das Miteinander der Kitas auf allen Ebenen wird aus dem gemeinsamen Alltag heraus entwickelt. Unterschiede religiöser, kultureller und anderer Art werden von Mitarbeiter/innen und Eltern als Lernchance verstanden.